Was ist Pirámides de Güimar?

Der ethnographische Park “Pirámides de Güimar” wurde 1998 von dem angesehenen norwegischen Forscher Thor Heyerdahl gegründet, welcher damit verhindern konnte, dass die Pyramiden einem Bebauungsplan zum Opfer fielen und so ihre Erforschung und Erhaltung garantierte. Auf mehr als 64.000m2 können Sie den Pyramidenkomplex entdecken, das Museum und Auditorium, mehrere Routen im Freien, grosse Grünanlagen und vieles mehr….

Die Aufmerksamkeit auf die Existenz der Stufenpyramiden von Güímar wurde Anfang der neunziger Jahre durch einen Artikel in einer kanarischen Lokalzeitung erregt. Die Nachricht erreichte den bekannten norwegischen Anthropologen Dr. Thor Heyerdahl. Dieser norwegische Forscher, der sich einen grossen Teil seines Lebens mit der Aufklärung der kulturellen Ursprünge der alten Zivilisationen weltweit befasste, studierte eingehend die Fotografien der Pyramiden von Güímar. Die Ähnlichkeit der Pyramiden von Güímar zu denen in Sizilien, Mexiko, Mesopotamien, Polynesien und Peru, veranlassten den Forscher sich in Teneriffa niederzulassen, um sie an Ort und Stelle zu studieren.

Über die Herkunft und das Alter der Pyramiden gibt es verschiedene Theorien. Einige Forscher brachten vor, dass es sich um simple Steinhaufen “majanos“ handele, die Bauern bei der Reinigung des Ackerlandes aufgetürmt hatten. Thor Heyerdahl hingegen glaubte an eine mögliche Beziehung zwischen der Existenz der Pyramiden und antiken Zivilisationen. Er argumentierte, dass diese Bauwerke auf den architektonischen Bauprinzipien der Alten und Neuen Welt beruhen. Im Jahre 1991 führten die archäologische Abteilung der Universität von La Laguna (Teneriffa) und die Stiftung FERCO die ersten Ausgrabungen am Komplex durch. Bei diesen archäologischen Untersuchungen wurden eine Reihe von Resten aus dem XIX. Jahrhundert gefunden.Parallel dazu, betrieb das Astrophysische Institut der Kanarischen Inseln eine Studie über die archäoastronomischen Merkmale dieser Bauten. Die Untersuchungen zeigten, dass die Pyramiden auf die Winter-und Sommersonnenwenden ausgerichtet sind.

Später kam eine weitere Theorie auf, welche die Pyramiden mit dem ursprünglichen Besitzer des Grundstücks Antonio Díaz-Flores (XIX. Jahrhundert) in Verbindung brachte. Im Kaufvertrag 1854 wurden die Strukturen nicht erwähnt, hingegen erwähnte Díaz-Flores sie 1872 in seinem Testament. Dies würde die Erbauung der Strukturen in diese zwei Jahrzehnte verlagern, was auch mit der Datierung der bei der ersten Ausgrabung gefundenen Reste, übereinstimmen würde. Auch wenn diese Theorie richtig sein sollte, schmälert es nicht den kulturellen Wert der Pyramiden, sondern würde ihren ethnographischen Wert, als Zeugen der Kanarischen Kultur des XIX. Jahrhunderts, bestätigen. Was die Notwendigkeit bestärkt sie zu schützen.

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